28. Jänner 2007: Hochschule päpstlichen Rechtes

Papst Benedikt XVI. hat mit Datum vom 28. Jänner 2007, Fest des hl. Thomas von Aquin, die Hochschule zur „Hochschule päpstlichen Rechtes“ erhoben. Die Hochschule wird dadurch im 205. Jahr ihres Bestehens selbständig.

Laut Dekret ist der Abt von Heiligenkreuz fortan „Magnus Cancellarius“ der Hochschule (bisher „Rektor“); er vertritt gleichsam die Stelle des Heiligen Stuhles und verleiht die akademischen Grade („Magister/Magistra theologiae“ und “Licentiatus/Licentiata theologiae”).

Die Hochschule trägt auf Wunsch des Herrn Abtes fortan den Namen „Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz“.

Information zur Erhebung zur Hochschule päpstlichen Rechtes

1. Die Erhebung

Es ist uns ein Anliegen, auf der Homepagezu informieren, dass unsere Hochschule im 205. Jahr ihres Bestehens (gegründet 1802 als „Institutum Theologicum“) von Papst Benedikt XVI. am 28. Jänner 2007 zur Hochschule päpstlichen Rechtes erhoben worden ist.

Damit erlangt die bisher schon als „Phil.-Theol. Hochschule“ staatlich anerkannte Institution eine größere Selbständigkeit gegenüber den österreichischen Fakultäten, von denen wir in der Anerkennung der Studien bisher abhängig waren.

Für das 1133 gegründetes Stift hier in Österreich, aber auch für unseren ganzen Orden ist das ein großer Schritt, denn Heiligenkreuz ist ja die einzige Hochschule in unserem doch immerhin schon über 900 Jahre alten Zisterzienserorden… Und sie ist auch die einzige (aktive) Ordenshochschule Österreichs.

2. Positive Entwicklung seit 1976

Die Erhebung der Hochschule kam nicht von ungefähr, da es in den letzten Jahren, schon seit 1976, zu einem Wachstum des Stiftes Heiligenkreuz und der Hochschule gekommen ist, die mit einer Verjüngung des Lehrkörpers und anderen qualitätssteigernden Maßnahmen verbunden waren:

So studieren an der nunmehr „Päpstlichen Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz“ derzeit etwa 300 Studierende, wovon etwa die Hälfte Priesteramtskandidaten oder Ordensleute sind. Viele andere sind bewusst auf der Suche nach ihrer Berufung in der Kirche.

3. Einzige Hochschule des ganzen Zisterzienserordens

Der zisterziensisch-benediktinische Charakter des Professorenkollegiums ist durchaus beabsichtigt: Schließlich ist die Hochschule die einzige akademische Bildungseinrichtung im ganzen Zisterzienserorden. In den letzten Jahren wurde die Hochschule im Zisterzienserorden verstärkt wahrgenommen, sodass fast alle deutschsprachigen Zisterzienserklöster die Hochschule mit Studierenden beschicken.

Die Hochschule leistet aber auch Hilfe gegenüber den blühenden Zisterzienserklöstern in Vietnam, wo das kommunistische Regime immer noch repressiv gegen die Ordensgemeinschaften vorgeht und z. B. die Priesterweihen reglementiert. Derzeit studieren mehrere Zisterzienser aus Vietnam an der Hochschule.

An der Hochschule Heiligenkreuz gibt es das „Europainstitut für zisterziensische Theologie, Spiritualität und Geschichte“, in dem wissenschaftliche Kräfte des Zisterzienserordens gebündelt werden.

Die Hochschule Heiligenkreuz ist nicht nur die einzige des Zisterzienserordens, sondern auch die einzige aktive Ordenshochschule in Österreich.

4. Ordensnachwuchs und Priesterausbildung als primäres Ziel

Das primäre Ziel ist die Ausbildung von Priesteramtskandidaten und Ordensleuten; Laien können nur unter bestimmten und klar definierten Bedingungen in Heiligenkreuz studieren: mit der ausdrücklichen Zulassung durch den Rektor.

Die Hochschule Heiligenkreuz will einzig innerhalb der legitimen Vielfalt theologischer Ausbildungsmöglichkeiten das Segment der theologischen Ausbildung von Priesteramtskandidaten und Ordensleuten betreuen. Die Hochschule will und kann nie eine Konkurrenz zu den anderen Studienorten sein, sie versteht sich als ein Angebot unter anderen.

Das Besondere der Hochschule ist sicher die Verbindung von Theologie und Spiritualität und die Lebensgemeinschaft zwischen Lehrenden und Studierenden, wo z. B. die Professorinnen und Professoren auch in ihrer persönlichen Gläubigkeit erlebt werden können …

5. Zur Geschichte

Die heutige Hochschule hat ihren Ursprung schon in der Gründung des Stiftes Heiligenkreuz im Jahre 1133, insofern die intellektuelle und spirituelle Ausbildung des Ordensnachwuchses zur Natur eines benediktinischen Klosters gehört.

Im Spätmittelalter und in der Barockzeit gab es verschiedene Initiativen, das Studium zu institutionalisieren. Die Bildungsbegeisterung der Zisterzienser führte u. a. dazu, dass der Abt von Heiligenkreuz 1365 selbstverständlich positiv für die Gründung der Universität Wien votierte.

Schließlich wurde im Jahre 1802 die heutige „Philosophisch-Theologische Hochschule Heiligenkreuz“ in Form eines „Institutum Theologicum“ gegründet. Das Institut war anfänglich eine von vielen klostereigenen oder diözesanen „Hauslehranstalten“, die in der Vor-Romantik als katholische Reaktion auf die josephinische Unsitte der „Zentralseminarien“ gegründet wurden.

Im Stift Heiligenkreuz wurde der Lehrbetrieb von 1802 bis heute kontinuierlich durchgeführt, nur während der beiden Weltkriege kam es zu kurzen Unterbrechungen. Im Zuge einer österreichweiten Studienreform wurde die Theologische Hauslehranstalt 1976 in eine „Philosophisch-Theologische Hochschule“ umgewandelt, die Studien wurden von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien betreut. 2007 wurde die Hochschule nun vom Heiligen Stuhl als „Hochschule Päpstlichen Rechtes“ errichtet.

6. Finanzierung der Hochschule Heiligenkreuz

Für die Erhaltung der Hochschule und des Studienbetriebes gibt es derzeit keine staatlichen oder kirchlichen Zuschüsse. Die Lehrenden arbeiten ehrenamtlich. Der Betrieb der Hochschule, die Bezahlung der Mitarbeiter, die Erhaltung un der Ausbau der Räumlichkeiten, der Logistik, der Studienmittel … erfolgt über Spenden von Menschen, denen die Zukunft der Kirche und die Ausbildung der Priester ein Herzensanliegen ist.

 

 

 

 

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