








Informationen unter 02258-8703-235
im Tagungssekretariat bei Frater Damian Lienhart
Email: damianus(at)gmx.at
Dessl, Schachenmayr, Jagschitz, Fenzl, Röhrig, Liebmann, Putz, Moll und Außermair.
Das Programm der Tagung kann man weiterhin --> hier downloaden.
Ausgewiesene Kenner der österreichischen Zeitgeschichte und Spezialisten für Ordensgeschichte versammeln sich am 6./7. März 2008 in der Päpstlichen Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz (bei Wien). Der Anlass ist die 70. Wiederkehr des "Anschlusses" Österreichs an das Dritte Reich im März 1938. Somit brach eine Zeit der Christenverfolgung über Kirche und Klöster ein; damalige Reaktionen unter Bevölkerung, Klerus und österreichischen Politikern waren unterschiedlich.
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14.00 Abt Gregor Henckel Donnersmarck:
Eröffnung der Tagung
14.10 Univ.-Prof. em. Dr. Maximilian Liebmann:
Stifte und Klöster im Dritten Reich15.15 Dr. Annemarie Fenzl:
Kirche und Nationalsozialismus in Wien
im Spiegel der Akten des Wiener Diözesanarchivs.
Mit besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses
von Juden und ChristenKaffeepause
16.30 Dr. Erna Putz:
NS-Propaganda im Bezirk Braunau (OÖ)
und katholischer Widerstand18.00 Vesper mit den Mönchen
in der Stiftskirche (Cistercienserchoral)
09.00 Univ.-Prof. em. DDr. Floridus Röhrig:
Der Chorherr Roman Scholz,
Märtyrer „für Christus und Österreich“10.00 Prälat Prof. Dr. Helmut Moll:
Deutschsprachige Cistercienser-Blutzeugen
der NS-Zeit. Biographische SkizzenKaffeepause
11.00 P. Dr. Reinhold Dessl OCist:
Widerstand von Cisterciensern des Stiftes
Wilhering gegen den Nationalsozialismus12.00 Terz und Sext in der Bernardikapelle
Mittagspause
Kaffee beim Kaisersaal
14.00 Univ.-Prof. em. Dr. Gerhard Jagschitz:
1938-1945 in und um das Stift Heiligenkreuz15.00 Univ.-Prof. Dr. Josef Außermair:
„Der schmerzhafte Freitag“.
Die Beschlagnahmung des Stiftes
Kremsmünster, ihre Vorgeschichte und FolgenKaffeepause
16.00 Dr. Erna Putz:
Vom Wachsen und Werden der Entscheidung des sel. Franz Jägerstätter, Franziskaner-TertiarEnde ca. 17.30 Uhr
Änderungen im Tagungsablauf sind möglich.
Wir danken dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Superiorenkonferenz für die Unterstützung der Tagung.
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Europainstitut für cisterciensische Geschichte, Liturgie, Kunst und Spiritualität (kurz "EUCist"); Leiter der Tagung ist EUCist-Vorstand P. Alkuin Schachenmayr OCist: nota@gmx.at oder Mobil: 0043-664-848-0058.
Fr. Damian Lienhart OCist
Tel. 02258-8703-235
Email: damianus(at)gmx.atAnmeldung empfehlenswert, aber nicht erforderlich
Freiwillige Tagungsgebühr: 30,- Euro
Der gebürtige Oberösterreicher besuchte 1959-1967 das Gymnasium der Benediktiner in Kremsmünster. 1968-1970 Studium der Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Gabriel (Mödling). 1976 Promotion zum Doktor der Theologie nach dem Studium der Theologie, Soziologie und Geschichte an der Universität Salzburg. 1978 Sponsion zum Magister der Philosophie. 1977-1979 Vertragsassistent am Institut für Ökumenische Theologie der Universität Salzburg, 1980-1982 Forschungsaufenthalt für fundamentaltheologische und missionstheologische Studien an der Universität Bonn. Seit 1983 Universitätsassistent am Institut für Ökumenische Theologie und Fundamentaltheologie der Universität Salzburg. 1996 Habilitation mit der Studie „Konkretion und Gestalt. Leiblichkeit als wesentliches Element eines sakramentalen Kirchenverständnisses am Beispiel der ekklesiologischen Ansätze Paul Tillichs, Dietrich Bonhoeffers und Hans Asmussens unter ökumenischem Gesichtspunkt“. Seit 1997 außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Ökumenische Theologie und Fundamentaltheologie der Universität Salzburg, seit einigen Jahren Professor an der Päpstlichen Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz.
„Der schmerzhafte Freitag“.
Die Beschlagnahmung des Stiftes Kremsmünster, ihre Vorgeschichte und Folgen
Freitag, 7. März, 15.00 Uhr
Als Schüler im Stiftsgymnasium Wilhering (Matura 1980) kam er in Kontakt mit dem Cistercienserorden und trat Monate nach dem Schulabschluss dem Stift bei. 1986 Sponsion zum Mag. theol. in Linz; 1988 Priesterweihe; seitdem wirkt er als Kaplan in der Stiftspfarre Gramastetten und als Religionslehrer an Pflichtschulen. 1991 Promotion bei Rudolf Zinnhobler über „Theobald Grasböck (1846-1915) - Das Wirken des Wilheringer Abtes im Dienste der Österreichisch-Ungarischen Zisterzienserkongregation“.
Widerstand von Cisterciensern des Stiftes Wilhering gegen den Nationalsozialismus
Freitag, 7. März, 11.00 Uhr
Annemarie Fenzl, 1945 in Wien geboren, studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Wien und ist Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Seit 1975 leitet sie das Wiener Erzdiözesanarchiv; von 1986 bis zum Tod von Kardinal König im März 2004 war sie Leiterin seines Büros.
Kirche und Nationalsozialismus in Wien im Spiegel der Akten des Wiener Diözesanarchivs. Mit besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Juden und Christen
Donnerstag, 6. März 2008, 15.15 Uhr
Geboren 1940, Studium an der Universität Wien (Geschichte, Deutsche Philologie, Volkskunde, Ägyptologie), 1968 Dr. phil. Von 1966 bis 1968 war er Stipendiat, seit 1968 Assistent am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Er habilitierte sich 1978 und war von 1985 bis zu seiner Emeritierung Universitätsprofessor am Institut für Zeitgeschichte. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Nationalsozialismus, Terror und Vernichtung im Dritten Reich, Auschwitz, Zweite Republik und Demokratie, Bürgergesellschaft, Visual History, Photographie, Österreichische Identität, Österreich in Europa.
Insel im Sturm - Heiligenkreuz 1938-1945
Freitag, 7. März, 14.00 Uhr
Nach dem Studium der Fachtheologie an der Karl-Franzens-Universität Graz wurde er am 8. März 1961 zum Doktor der Theologie promoviert. Bis 1968 war er Religionslehrer an Volks-, Haupt- und Allgemeinbildenden Höheren Schulen, wurde 1968 Assistent am Institut für Kirchengeschichte in Graz. 1977 wurde er mit der Schrift über „Urbanus Rhegius und die Anfänge der Reformation“ habilitiert und erhielt dafür den Kardinal Innitzer Förderungspreis für Theologie. Im Jahr der Habilitation wurde er Universitätsdozent für Kirchengeschichte, 1979 Außerordentlicher Universitätsprofessor für Kirchengeschichte, 1982 Leiter der Abteilung für Theologiegeschichte und kirchliche Zeitgeschichte und 1989 Ordentlicher Universitätsprofessor für Kirchengeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz. 1991-1999 war er Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät. Im Jahr 2002 wurde er emeritiert.
Stifte und Klöster im Dritten Reich
Donnerstag, 6. März, 14.10 Uhr
Prälat Prof. Dr. Helmut Moll, geboren 1944, Studium der Katholischen Theologie und Geschichte in Bonn, Tübingen, Rom, Regensburg und Münster, Promotion 1973 bei Prof. Dr. Joseph Ratzinger in Regensburg, Priesterweihe 1976 für das Erzbistum Köln, 1984 bis 1995 im Dienst der Römischen Kurie, von 1993 bis 2004 theologischer Konsultor an der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsverfahren, seit 1996 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts, seit 1998 Beauftragter für Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Erzbistum Köln, lehrt seit 2004 u.a. Hagiographie an der Wissenschaftlichen Hochschule Weilheim.
Deutschsprachige Cistercienser-Blutzeugen der NS-Zeit. Biographische Skizzen
Freitag, 7. März, 10.00 Uhr
Mag. theol., Dr. phil. rer. pol. (* 1946 in Ohlsdorf, Oberösterreich), absolvierte das Seminar für kirchliche Frauenberufe in Wien und arbeitete als Seelsorgshelferin und Religionslehrerin. An der Universität Salzburg studierte sie Theologie und Politik- und Kommunikationswissenschaft; danach war sie als Redakteurin der Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen in Salzburg tätig. Im Laufe einer Recherche begegnete sie zufällig Franziska Jägerstätter, der Witwe Franz Jägerstätters, die ihr die Gefängnisaufzeichnungen ihres Mannes zeigte. Die Journalistin spürte die Bedeutung dieser Texte und dass am Erscheinungsbild Franz Jägerstätters in der Öffentlichkeit wichtige Punkte zu ergänzen waren. Seit 1983 organisiert sie am 9. August, dem Todestag von Franz Jägerstätter, in Ostermiething und Sankt Radegund ein Jägerstätter-Seminar und -Gedenken. Sie betreute zahlreiche Kunst-, Medien- und pädagogische Projekte zu diesem Thema. 1985 erschien ihre große Biographie: Franz Jägerstätter „…besser die Hände als der Wille gefesselt…“ im Veritas-Verlag (Linz). Dieses Buch diente u.a. als Grundlage für die Oper Franz Jägerstätter. Erwähnenswert ist auch der ökumenische Aspekt ihrer Arbeit. Siehe: Erna Putz: Against the Stream, Franz Jägerstätter: The man who refused to fight for Hitler. Übersetzt von. Michael Duggan, Anglican Pacifist Fellowship, London 1996.
NS-Propaganda im Bezirk Braunau (OÖ) und katholischer Widerstand
Donnerstag, 6. März, 16.30 Uhr
Vom Wachsen und Werden der Entscheidung
des sel. Franz Jägerstätter, Franziskaner-Tertiar
Freitag, 7. März, 16.00 Uhr
Chorherr Floridus Röhrig ist Archivar, Bibliothekar und Kustos des Stiftes Klosterneuburg, Professor für Kirchengeschichte und kirchliche Kunstgeschichte an den Ordenshochschulen in Klosterneuburg (bis 1971) und Heiligenkreuz. Seit 1974 ist er Landeskurat der Niederösterreichischen Pfadfinder. An seinem 21. Geburtstag trat er in das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg ein. 1954 wurde er zum Priester geweiht. Neben Theologie studierte er Geschichte und Kunstgeschichte. 1959 absolvierte er die Staatsprüfung am Institut für Österreichische Geschichtsforschung mit Auszeichnung. Ein Jahr später wurde er zum Dr. theol. promoviert.
Röhrig lehrte – seit 1986 als Universitätsdozent, seit 1992 als außerordentlicher Universitätsprofessor – am Institut für Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Studien behandeln vor allem die Geschichte seines Stifts und seiner Kunstschätze.
Der Chorherr Roman Scholz, Märtyrer „für Christus und Österreich“
Freitag, 7. März, 9.00 Uhr