Begrüßungsansprache

des Rektors Prof. P. Dr. Karl Wallner OCist

 

Begrüßung zur Forschungstagung 28./29. Nov. 2007

P. Karl Wallner OCist, Rektor

Das „Europainstitut für cisterciensische Geschichte Liturgie und Spiritualität“ veranstaltet am 28. / 29. Nov. 2007 diese erste Forschungstagung über „Aktuelle Wege der Cistercienserforschung“. Somit rundet für unsere Hochschule und für das Stift ein Jahr, das ereignisreicher nicht hätte ausfallen können: Am 28. Jänner 2007 hat die Bildungskongregation unsere 1802 gegründete Hochschule zur „Päpstlichen Hochschule“ erhoben, im 205. Jahr ihres Bestehens. Abt Gregor Henckel Donnersmarck hat ihr den Namen des derzeitigen Inhabers des Petrusamtes, der zugleich einer der genialsten katholischen Theologen und einer der integrativsten Intellektuellen der Gegenwart ist, „Benedikt XVI.“, zugefügt.

Am 7. März konstituierte sich anlässlich einer außerordentlichen Hochschulkonferenz das neue Professorenkollegium; es wurde eine Gliederung der akademischen Einrichtung in sieben Institute plus einem Forschungsinstitut, das EUCist, beschlossen. Nach dieser Sitzung wurde der Herr Abt durch den Nuntiatursekretär Monsignore DDr. Rüdiger Feulner, der zugleich Mitglied des Professorenkollegiums ist, dringend zu einem Gespräch beim Apostolischen Nuntius in Österreich gebeten. Dieses fand am nächsten Tag, 8. März 2007, statt. Als der Herr Abt die Nuntiatur verließ, versandte er um 15.32.41 Uhr ein SMS an alle Mitbrüder, das lautete: „PAPST kommt am 9. 9. nach Heiligenkreuz“.

Der uns so auszeichnende Besuch des Heiligen Vaters, den er selbst auf eigenen Wunsch forciert hatte, galt sowohl dem Stift als auch der Hochschule. Er galt dem Stift, das sich in einer Phase der schon seit Jahrzehnten fortgesetzten spirituellen Konsolidierung befindet und daher mit vielen geistlichen Berufen gesegnet ist. Und er galt der nunmehr Päpstlichen Hochschule, die mit einer wachsenden Zahl von Studierenden – derzeit sind es 186, von den 122 Ordensleute und Priesterkandidaten sind – die größte Priesterbildungsanstalt des deutschen Sprachraumes ist.

Trotz einer 12-minütigen Verspätung, die bei der vorangehenden Verabschiedung in der Apostolischen Nuntiatur entstanden war, und trotz der uns ohnehin so knapp zugemessenen Zeitressourcen, hielt der Papst eine viertelstündige Ansprache; jene wenigen Passagen, die er wegen des Zeitmangels nicht vorlesen konnte, wurden trotzdem als offizieller Text veröffentlicht. Der Papst nahm sich für uns gleichsam alle Zeit der Welt und ließ sogar den Bundespräsidenten warten, um uns unter anderem folgendes zu sagen:

„Österreich ist, wie man doppelsinnig sagt, wahrhaft ‚Klösterreich’. Eure uralten Stifte mit Ursprüngen und Traditionen, die über Jahrhunderte reichen, sind Orte der ‚Präferenz für Gott’. Liebe Mitbrüder, macht diesen Vorrang Gottes den Menschen deutlich sichtbar! Als geistliche Oase zeigt ein Kloster der heutigen Welt das Allerwichtigste, ja das letztlich allein Entscheidende: daß es einen letzten Grund gibt, um dessentwillen es sich zu leben lohnt: Gott und seine unergründliche Liebe. Und Euch, liebe Gläubige, bitte ich: Nehmt Eure Stifte und Klöster als das wahr, was sie sind und immer sein wollen: nicht nur Kultur- und Traditionsträger oder gar bloße Wirtschaftsbetriebe. Struktur, Organisation und Ökonomie sind auch in der Kirche notwendig, aber sie sind nicht das Wesentliche. Ein Kloster ist vor allem eines: ein Ort der geistlichen Kraft. Wenn man zu einem Eurer Klöster hier in Österreich kommt, empfindet man dasselbe, wie wenn man nach einer schweißtreibenden Wanderung in den Alpen sich endlich an einem klaren Quellbach erfrischen kann… Nützt also diese Quellen der Nähe Gottes in Eurem Land, schätzt die Ordensgemeinschaften, Klöster und Stifte und nehmt den geistlichen Dienst in Anspruch, den die Gottgeweihten für Euch zu leisten bereit sind!“

Meine Damen und Herren!

Meines Wissens ist es das erste Mal, dass ein Papst sich gewünscht hat, ein Stift als Stift – also nicht bloß als Kulisse für andere Begegnungen – zu besuchen. Schon bei seinem Brasilienbesuch im Frühjahr 2007 hatte sich der Papst gewünscht, ein Benediktinerkloster zu besuchen. Steckt dahinter eine gewollte Symbolik? Ich denke ja! Vielleicht ist es dem Heiligen Vater, der aus der Perspektive der Universalkirche denkt und handelt, bewusster als uns selbst, dass unsere Stifte als „Orte der Präferenz für Gott“ wahrhaft „Oasen“ sind in einer Mac-Donalds-Burger-King-Kentucky-Fried-Chicken-Welt. Wir merken ja selbst, wie wir für die postmoderne oder vielleicht sogar schon postsäkulare Welt zumindest interessant geworden sind. Ein Kloster, wo sich junge Menschen ganz Gott hinschenken und in einem Leben, dessen Alltag durch Liturgie und Spiritualität, durch Kult und Ritual geprägt ist, - ein solcher Ort ist für die  heutigen Menschen weit „exotischer“ als die Palmenstrände auf die Malediven. Ein Urlaub unter Palmen ist ja doch nur äußerlich „exotisch“, ansonst ist so etwas bloß ein Teil der banalen Ego- und Wellness-Welt. Unsere Lebensform aber ist von der Substanz her „ganz anders“; sie fällt aus dem Rahmen des Gewöhnlichen heraus, fällt auf, weckt Neugier und zieht an.

Mit dieser Lebenswelt eines Klosters ist unsere Hochschule unmittelbar verbunden. Anlässlich der Selbständigwergund und der Emanzipation hat unsere Hochschule von der bis dato ihr vorgesetzten Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät nicht nur viel Freundliches gehört, sondern auch einige schallende Ohrfeigen erhalten. Von der Gefahr der Gettoisierung war da die Rede, von der drohenden Isolation der weltabgewandten Frömmigkeit von der urbanen Wissenschaftlichkeit usw. Es war eine Skurrilität der Geschichte, das gerade jener Dekan der Wiener Fakultät, der die Loslösung unserer Hochschule von der Aufsicht der Wiener Fakultät am allermeisten bedauert hat, im österreichischen Fernsehen als Kommentator beim Papstbesuch eingesetzt war. In formaler und rhetorischer Hinsicht sind seine Kommentare, in denen er über uns Gutes sagen musste, um zugleich über die eigenen Fakultät noch viel besseres sagen zu wollen, eine semantische Meisterleistung. Hinter dem gedämpften Schock, den die Erhebung unserer Hochschule bei manchen ausgelöst hat, – übrigens handelt es sich um die einzige Hochschule im gesamten Zisterzienserorden und die einzige Ordenshochschule Österreichs, steht aber ein tiefgründigeres Problem: Eine der säkularen Universitätswelt verpflichtete und von dieser auch finanziell abhängige Einrichtung kann wohl aus sich heraus kein Verständnis für ein Unternehmen wie unsere Hochschule aufbringen, denn wir liegen tatsächlich sowohl geographisch als auch intentional fernab jeder Säkularität und wollen das auch. Den Vorwurf der Weltfremdheit, sollte er je erhoben werden, weisen wir aber zurück. In der Zeit der Billigflüge, des schnellen Internetzugangs, den mittlerweile jeder Mönch und jeder Seminarist auf seinem Zimmer hat, ist eine akademische Einrichtung wie die unsere, nicht einmal 20 Kilometer vor den Toren von Wien mindestens ebenso ein Bestandteil der globalisierten Welt wie eine Studieneinrichtung in den mausgrauen Straßenschluchten einer Großstadt und im Bürokratie- und Finanzkorsett einer staatlichen Universität.

Die Touristiker und Marketingexperten sagen uns, dass heute die Menschen bei ihrem Freizeitverhalten von einem einzigen Motiv getrieben werden: In Freizeit und Erholung sucht der Mensch eine „Gegenwelt“, er sucht das „Ganz andere“, den „Kontrast“ zu seiner betongrauen und computerversuchten Arbeitswelt, er sucht das „Durchatmen“ im Ungewohnten und Nicht-Alltäglichen. Der Tourist möchte staunen, er möchte erleben, er möchte konfrontiert werden, er möchte  erobern, er möchte spielen, und er möchte einfach raus. Diese psychologischen Einsichten der Marketingforschung sind meines Erachtens auch für uns relevant, denn die Theologie beschreibt schon von alters her, auch dort, wo sie noch nicht von der Offenbarung befruchtet ist, Gott als den Ganz-Anderen.: Gott ist dasjenige Medium, das alles übersteigt, alles „transzendiert“; Gott ist das Gegenüber zur Welt; er ist die unendliche „Alternative“ zur begrenzten Welt. – Natürlich ist der Gott der Transzendenz zugleich immer „anders, weil er nicht anders“ ist, „aliud quia non aliud“. Diese Einsicht des Nikolaus Cusanus steht hier nicht zur Debatte. Es soll nur gesagt werden, dass es im Religiösen immer Phasen gibt, wo uns das Erleben der Andersheit mehr berührt als das Erleben der Identität. Und in einer solchen Phase, wo uns die weltabgehobene Erhabenheit Gottes wieder mehr fasziniert, befinden wir uns derzeit.

Ich glaube daher, dass unsere Hochschule an ihrem providentiellen Ort, mit ihrem providentiellen Umfeld in dieser providentiellen Atmosphäre eine große Chance auf Zukunft hin hat. Der Papst wurde in seiner Ansprache, die Klaus Berger „revolutionär“ genannt hat - „wie eine Summe von Jahrhunderten“[1] – auch sehr deutlich, als er die Art und Weise angemahnt hat, wie das Theologiestudium zu betreiben sei: Von Spiritualisierung nur zu reden, wo man zugleich die totale Säkularisation betreibt, ist zu wenig. Benedikt XVI. forderte: „Bei dem Mühen um die Zuerkennung strenger Wissenschaftlichkeit im modernen Sinn kann der Theologie der Atem des Glaubens ausgehen. Aber so wie Liturgie, die den Blick auf Gott vergisst, als Liturgie am Ende ist, so hört auch eine Theologie, die nicht mehr im Raum des Glaubens atmet, auf, Theologie zu sein; eine Reihe mehr oder weniger zusammenhängender Disziplinen bliebe übrig. Wo aber eine ‚kniende Theologie’ getrieben wird, wie sie Hans Urs von Balthasar gefordert hat,[2] da wird die Fruchtbarkeit für die Kirche in Österreich und darüber hinaus nicht fehlen.“ Wenn man bedenkt, wie sehr Abt Gregor bei jedem Interview im Vorfeld des Papstbesuches den Begriff der „knienden Theologie“ als das Markenzeichen unseres Institutes hervorgestrichen hat, ist man fast beschämt, wie deutlich und massiv das Lob des Papstes für uns ausgefallen ist!

Mein Grußwort soll aber nicht zur reinen Panengyrik verkommen. All dies musste ich sagen, denn Sie als Tagungsteilnehmer sollen doch wissen, wie sehr das oberste Amt in der Kirche hinter uns steht. Uns ist jedoch nur allzu bewusst, dass all dies Ehrende einen unermesslichen Vertrauensvorschuss bedeutet, der zugleich eine offene Forderung an uns darstellt: Wir müssen uns weiterentwickeln, wir müssen uns steigern, wir müssen noch mehr für die Kirche, den Orden, die Priesterausbildung und die Theologie tun. Ich stehe hier, um als Rektor dazu beizutragen, dass mit dem heutigen Tag ein großes Unternehmen an unserer Hochschule beginnt. Die Kirche erwartet viel von uns. Wir sind nicht irgendein altes vergessenswertes Kloster. Heiligenkreuz ist auch nicht das legendäre „gallische Dorf“ aus Asterix, das als einziges noch dem Imperium des Zeitgeistes Widerstand leistet. Wir haben auch keinen Zaubertrank. Was wir sind, das ist einfach ein Pflock im Strom des Vergänglichen, dem Gott für das beginnende 21. Jahrhundert eine vielleicht etwas größere Aufgabe zugedacht hat. Warum sollte er uns sonst solche großartigen begabten Berufungen schicken?

Für uns war der Besuch des Papstes nicht ein Abschluss, sondern ein Startschuss. Wir wurden auf den Weg gesetzt. An der Hochschule sind die Aufgaben größer als die Auszeichnungen: Die sieben Institute müssen auf Kurs kommen, eine Studienplanreform – österreichweit – steht bevor. Die Entwicklung zur Päpstlichen Fakultät, der dann auch das Promotionsrecht zusteht, in den nächsten viereinhalb Jahren halte ich für durchaus sinnvoll und erstrebenswert, wenn wir auch die Qualitätskriterien erfüllen. Dass wir uns in Zukunft auch um ökonomische Ressourcen werden kümmern müssen, liegt auf der Hand, da das Stift nicht nur belastet, sondern schon überbelastet ist: Schließlich leisten wir einen Dienst für die Zukunft der katholischen Kirche, sodass wir auch das Wort der ökonomischen Gerechtigkeit, das Paulus formuliert hat, auf uns anwenden dürfen: „Wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn.“

Vor allem aber müssen wir den Bereich der Forschung intensivieren. Die Frage stellt sich freilich: Aber welche Forschung? Wir haben Dies Academici zu interessanten Themen abgehalten wie Schöpfung, Evolution und andere Bereiche, die an den interdisziplinären Nahtstellen zwischen Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft liegen. Aber unser eigentliches Geschäft für die Zukunft kann das wohl nicht sein. Für ein fast 900-jähriges Kloster, wo die Mönche aus Lectio divina, Chorgebet und Studium leben, muss die Weisheit gelten: „Schuster bleib bei deinen Leisten!“ Anlässlich der Erhebung zur Päpstlichen Hochschule hat sich P. Alkuin Schachenmayr daher sofort bereit erklärt, ein Forschungsinstitut zu gründen und zu leiten, wo die eigentliche Kernthematik behandelt werden soll: der Zisterzienserorden in seiner geschichtlichen, liturgischen und spirituellen Dimension, und zwar europa- und weltweit! Wir sind die einzige Hochschule im gesamten Orden; wer wäre mehr prädestiniert, diese spezifischen Themen aufzugreifen, die Forschung zu intensivieren und zumindest zu koordinieren, wenn nicht unsere Hochschule?

Beim Generalkapitel und bei den Ordenssynoden des Zisterzienserordens, an denen ich teilnehmen durfte, habe ich festgestellt, das die ordenseigenen Ressourcen was Historiker, Liturgiewissenschaftler und Experten für die spirituelle Dimension unseres Ordens äußerst begrenzt sind. Und selbst das Wenige an intellektuellen Kapazitäten, das jetzt noch vorhanden ist, wird immer weniger. Der Pool an eigenen Ordenswissenschaftlern schrumpft. Schon als ich als junger Theologe kurz angedacht hatte, eine Arbeit über Joachim von Fiore zu schreiben, war ich betroffen, dass die letzte Ausgabe seiner Schriften im 15. Jahrhundert als Wiegendruck erfolgte! Von einer kritischen Textedition keine Spur. Und österreichische Kapazitäten wie Prof. Gerhard Winkler, der immerhin die gigantische deutschsprachige Ausgabe der Bernhardstexte zuwege gebracht hat, werden nicht jünger. Was für Kapazitäten in unserem Orden sind und waren, zeigt etwa, dass Papst Benedikt XVI. sich an mehreren Stellen in seiner Enzyklika „Spe Salvi“ Nr. 15 auf eben genannte Werk seines einstigen Regensburger Kollegen stützt.

Dem ordensinternen Schrumpfen der historisch und theologisch Kompetenten steht zugleich das umgekehrte Phänomen gegenüber: Es gibt außerhalb des Ordens und um unsere Klöster, auch um die aufgelassenen und säkularisierten, eine beeindruckende Begeisterung für das Zisterziensertum. In Deutschland seien hier etwa die rührigen evangelischen Zisterziensererben genannt. Die Euphorie eines Bibelwissenschaftlers Klaus Berger, unseres Familiars, der in jedem Buch, aber wirklich in jedem Buch das Loblied auf die Zisterzienser als Theologen, Bibelinterpreten und sogar als Ökonomen singt, ist das wohl prominenteste; aber das ist kein Einzelfall.

Können wir da beiseite stehen? Kann es für unsere Hochschule genug sein, einfach Priester auszubilden, die dann nur in der normalen Pastoral Großes leisten. Sollen wir um des Allgemeinen willen auf das Spezifische verzichten?! Mit dieser heutigen Veranstaltung sagen wir Ja zu einer neuen Schwergewichtung, die unseren Stand im Orden und in der Kirche festigen soll: Wir wollen, dass an unserer Hochschule in Form des EUCist eine Koordinationsstelle ist, wo die Zisterzienserforschung in Europa gebündelt und gefördert wird. Dafür gibt es keinen besseren Mann als P. Alkuin, der mittlerweile freilich auch als Direktor eines Priesterseminars, als Vizerektor der Hochschule und vieles andere herausgefordert ist. Wir wünschen ihm gute Nerven, viele gute Mitarbeiter und vor allem den himmlischen Schutz vor aller „invidia clericalis“ oder, was ja noch schlimmer sein könnte, vor aller „invidia professorum“.

Es wäre uns aber zuwenig, wenn das EUCist nur eine sterile Konservierung des Vergangenen, eine kognitive Archäologie des Gewesenen. Unser Zisterzienserorden ist in seinen theologischen, spirituellen und kulturellen Dimensionen keineswegs tot! Deshalb wollen wir auch keine Forschung, die nach der Art einer Obduktion von Verwesendem betrieben wird. Davon gibt es im geisteswissenschaftlichen und theologischen Geschäft genug. Solche Forschungsprojekte nehmen Kräfte statt sie zu entfalten. Papst Benedikt hat am 9. September an Heiligenkreuz gelobt, dass wir Feuer haben: Er hat im Bezug auf den heiligen Bernhard gesagt, dass in uns sein „marianisches Feuer glüht“. Das wünsche ich mir auch vom EUCist: dass wir hier nicht nur etwas betreiben, damit die Referenten wieder eine Nummer mehr in ihrem Publikationsverzeichnis haben, oder sich jemand noch einen Titel mehr in sein Curriculum Vitae schreiben kann. Dieses wird – en passent – natürlich auch geschehen. Aber es ist nicht der Hauptzweck. Wir arbeiten für die Zukunft der Kirche, mit dem Eros der Wissenschaftlichkeit, vor allem aber mit dem Eros der Fruchtbarkeit. Zu dieser umfassenden Fruchtbarkeit wünsche ich dem Institutsleiter P. Alkuin, allen gegenwärtigen und zukünftigen Mitarbeitern und dem jungen EUCist Gottes reichsten Segen.

 

 


[1]         Klaus Berger, in: „Vatican-Magazin“ Nr. 10 / 2007. Univ.-Prof. Dr. Klaus Berger ist Familiare des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz, da er seit Jahren mit der Tochtergründung Stiepel in Bochum verbunden ist.

[2]         Vgl. HANS URS VON BALTHASAR, Theologie und Heiligkeit, Aufsatz von 1948 in: Verbum Caro. Schriften zur Theologie I, Einsiedeln 1960, 195-224.




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